Rezepte mit Herz: Schlipfkrapfen gefüllt mit Avocado-Hähnchenfüllung in Kokosmilchsauce

Die Hauptspeise für die Aktion Rezepte mit Herz von This is what we love war für mich am Schwierigsten zu entwickeln, da mir außer Curries nichts einfallen wollte. Aber JEDER kann mit diesen Zutaten ein Curry kochen, das ist echt keine Herausforderung. Nein, ich wollt etwas ganz anderes damit machen – und nach einiger Zeit ist mir auch etwas eingefallen! Das Teigrezept habe ich mir von “Österreich Vegetarisch” (ein großartiges Buch!) ausgeborgt.

Hier also mein Rezept für

Schlipfkrapfen gefüllt mit Avocado-Hähnchenfüllung in Kokosmilchsauce

Zutaten (für 8-10 Schlipfkrapfen)

Teig

125 g Roggenmehl
125 g Weizenmehl
1 TL Salz
75 ml Wasser
1 Ei
2 EL Pflanzenöl
Mehl und Wasser

Füllung

2 Hühnerbrüste (ca. 300 g)
1 Hass-Avocado
1 TL Salz
1 TL Zitronensaft

Sauce
1/2 Zwiebel
2 Knoblauchzehen

1/2 Dose Kokosmilch
Salz, Pfeffer
1/2 roter Paprika

Zubereitung

Für den Teig alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt für ca. 30 min im Kühlschrank rasten lassen.

Für die Füllung die Hühnerbrust in kleine Stücke schneiden und die Avocado aufschneiden, entkernen und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Das Fleisch mit der Avocado und dem Salz und dem Zitronensaft so lange pürieren, bis man eine schöne Farce püriert hat.

Wenn der Teig gerastet hat, dünn ausrollen (ca. 1,5 mm dick) und mit einem runden Ausstecher (ca. 10 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Dann in jeden Kreis einen großzügigen Esslöffel der Füllung setzen, den Rand mit Wasser bestreichen und zumachen.

Wenn alle Täschchen gefüllt sind, in wallenden, gesalztem Wasser für ca. 15 Minuten kochen.

Währenddessen für die Sauce den Zwiebel in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen in die Pfanne pressen und auch mitbraten. Wenn alles schön goldbraun geworden ist, mit der Kokosmilch aufgießen und mit genügend Salz würzen.
Kurz vor dem Servieren noch den Paprika waschen und in kleine Stücke schneiden und in die warme Sauce geben.

Die Schlipfkrapfen aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und mit ein paar Löffeln Sauce servieren! Superlecker!

Kosten pro Stück:
- mit Preisen vom 12.02.2014: ca. 0,54 €

Jetzt wird’s Wild: Hirschgulasch

Als wir letztes Wochenende plötzlich und unerwartet ohne Pläne dastanden, weil der kleine Mann Fieber hatte, musste Proviant herangeschafft werden. Ein ganz schneller Ausflug zum Bauernmarkt und unserem Lieblingsfleischer hat uns erinnert, dass ja gerade Wildsaison ist. Und da unser Fleischer ein super Angebot für Hirschgulaschfleisch hatte, konnten wir nicht anders – Wild musste es sein!

Darum gab’s am Sonntag dann die von mir leicht abgewandelte Rezeptversion aus “Die österreichische Wildküche” von Brunhart und Schuster vom

Hirschgulasch

Zutaten (für 4 Personen)

2 EL Butterschmalz
1 Zwiebel
1 kg Hirschgulasch (Schulter)
2 EL Gin
1/4 l Rotwein
1/4 l Fond oder Suppe
1 Karotte
1 Lorbeerblatt
1 Rosmarinzweig
1 TL Thymian
4-5 Wacholderbeeren
Salz, Pfeffer
1 EL Stärkemehl
Wasser
1 EL Preiselbeermarmelade

Zubereitung

Das Fleisch, falls noch nicht vom Fleischer erledigt, in 2-3 cm große Würfel schneiden und dabei die Sehnen und die Silberhaut entfernen.

Den Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. In einem Topf das Butterschmalz erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anbraten. Dann das Fleisch anbraten (nicht zu viel auf einmal, es soll alles schön bräunen und nicht im eigenen Saft dahindünsten – wenn der Topf nicht so groß ist, einfach Portionsweise anbraten) mit Gin und Rotwein ablöschen und zugedeckt ca. 30 min schmoren lassen. Immer wieder umrühren und mit Suppe aufgießen.

Dann die Kräuter und Gewürze dazugeben, die Karotte schälen und in die Sauce reiben und weiterköcheln lassen.

Wenn das Fleisch weich genug ist (bei mir war das nach ca. 2,5 Stunden), es aus dem Saft nehmen, damit man ihn binden kann. Dazu gebt ihr 1 EL Stärkemehl und 2 EL Wasser in ein Heferl und rührt es zu einer glatten Flüssigkeit. Dann gießt man dieses Mehl-Wassergemisch durch ein Sieb (damit keine Klümpchen entstehen) unter ständigem Rühren (mit dem Schneebesen) in die zu bindende Sauce und lässt sie (während man immer wieder umrüht) einmal aufkochen. Dann sollte die Sauce langsam eindicken! Falls sie euch noch immer zu dünn vorkommt, könnt ihr den Vorgang ja nochmal wiederholen.

Jetzt das Fleisch wieder in die Sauce geben, den EL Preiselbeermarmelade in die Sauce rühren, nochmal mit Salz und Peffer abschmecken und schon kann serviert werden!

Schmeckt am Besten mit Orangenspätzle! (Rezept folgt!)

Kosten pro Person:
- mit Preisen vom 19.10.2013: ca. 3,73 €

Rindereintopf mit Most und Birnen

Ich komme aus einer großen Familie. Und wenn ich so drüber nachdenke, waren fast alle meine Vorfahren Bauern. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass noch immer einige meiner Onkel und Tanten selber Bauernhöfe haben und so köstliche Dinge wie Lamm, Gans, StyriaBeef, Mangalitzaspeck, Dirndlschnaps, Topfen, Eier etc. produzieren! Unter anderem macht ein Onkel supergute Säfte und Most.

Diesen Most hab’ ich nun ein einem Eintopf verarbeitet, inklusive Birnen und Rindfleisch. Angelehnt ist die Zubereitung des Eintopfes an ein “Stew”-Rezept von Delia Smith aus ihrem Buch “Delia’s complete cookery course”.

Für mich das perfekte Herbst/Winteressen!

Rinder- Birnenmosteintopf

Zutaten (für 4 Personen)

2 EL Schmalz
1 kg Gulaschfleisch
2 Zwiebel
2 Karotten
2 Pastinaken
2 Peterwurzen
2 Birnen
1 EL Mehl
250 ml Birnenmost
250 ml Suppe (oder 1/2 Suppenwürfel + 250 ml Wasser)
etwas Thymian
1 Lorbeerblatt
5 Pfefferkörner
Salz

Zubereitung

Das Fleisch in ca. 2×2 cm große Würfel schneiden.
Das Gemüse waschen, schälen und in daumendicke Würfel schneiden. (Oder so, wie ihr wollt. Ich habe die Pastinaken zum Beispiel in längliche Stifte geschnitten) Zur Seite stellen. Die Birnen schälen, entkernen und auch in Stücke schneiden.

Das Schmalz in einem großen Topf erhitzen und dann das Fleisch portionsweise schön dunkelbraun darin anbraten. Nicht zu viel Fleisch auf einmal anbraten, sonst dünstet es so vor sich hin und es soll bei diesem Schritt wirklich, wenn geht, schön bräunen. Sonst hat der Eintopf nachher keine so schöne Farbe.
Jede Portion nach dem Anbraten auf einem Teller rasten lassen.

Wenn alles Fleisch angebraten wurde, den geschnittenen Zwiebel anrösten lassen, dann das Wurzelgemüse dazugeben und auch ein paar Minuten mitrösten lassen.

Wenn alles schön hellbraun geworden ist, mit 1 EL Mehl stäuben, gut umrühren, sodass das Mehl kurz mitrösten kann, dann mit dem Most aufgießen. Kurz aufkochen lassen, dann die Suppe dazuleeren, die Gewürze und Kräuter dazugeben (alles außer Salz), die Birnen und das Fleisch auch in den Topf geben, umrühren, Deckel drauf und für 2-3 Stunden unter gelegentlichem rühren köcheln lassen.

Wenn nach 2-3 Stunden das Fleisch schön mürbe geworden ist, den Eintopf nach Geschmack mit Salz würzen.

Nun kann auch schön serviert werden! Schmeckt supergut mit Kräuterspätzle! Guten Appetit!

 

P.S.: Wenn man möchte, kann man den Saft separat in einem Kännchen servieren.

Kosten pro Person:
- mit Preisen vom 8.10.2013: ca. 1,87 €

Heimgesucht: Eierschwammerlgulasch

Und so schnell sind schon wieder 3 Wochen rum! *pfuuuh* Also die Zeit verfliegt grade so bizarr schnell, dass ich mich nur mal kurz umdrehen muss und schon wieder habe ich ewig kein Rezept gebloggt. Ich entschuldige mich hiermit offiziell für die schon wieder ungeplante Abwesenheit und gelobe, mich zu bessern ;-)

Letztes Wochenende waren wir bei meinen Eltern in Niederösterreich, wo uns meine Verwandten mütterlicherseits “heimgesucht” haben. Das klingt schlimmer, als es ist ;-) “Heimgesucht” wird man, wenn man ein Baby bekommen hat. Dann bekommen die “Heimsucher” ganz viel zu essen und zu trinken und die “Heimgesuchten” Geschenke fürs Baby. Normalerweise wird das nach der Taufe des Kindes erledigt, aber leider wohne ich ja nicht mehr in der Nähe der Verwandtschaft, also ist sich das bis jetzt noch nicht ausgegangen. Aber dafür war’s dann am letzten Samstag umso lustiger!

Im Zuge dieses “Heimsuchens” haben wir von meiner Tante aus dem Ennstal Eierschwammerl (Pfifferlinge) bekommen, die ich dann prompt zu einem Eierschwammerlgulasch verarbeitet habe. Heuer ist es ja recht schwierig, Schwammerl zu bekommen, weil’s die ganze Zeit so heiß und trocken war – das mögen Pilze ja bekanntlich nicht so sehr – da haben wir uns natürlich doppelt über die Schwammerl gefreut!

Hier also mein einfaches Rezept für

Eierschwammerlgulasch

Zutaten (für 2 Personen)

ca. 1 kg Eierschwammerl
2 EL Paprikapulver, edelsüß
0,25 l Schlagobers
1 EL Essig
3 Zwiebel
Salz, Pfeffer
evt. Petersilie

Zubereitung

Die Eierschwammerl putzen und die größeren Schwammerl halbieren oder sogar vierteln.

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.

In einer Pfanne die Zwiebel glasig anbraten, dann die Schwammerl dazugeben und weiter rösten. Das Papr

ikapulver darüberstreuen und noch etwas mitrösten lassen. Dann mit dem Essig ablöschen, umrühren und den Schlagobers hineinleeren. Dann ca. 15 Minuten köcheln lassen und dabei immer wieder umrühren. Salzen, Pfeffern.

Wenn die Sauce schmeckt, kann man noch klein geschnittenen Petersilie darüberstreuen und dann mit Semmelknödeln oder Nudeln servieren!

Mmmmh! Lasst es euch schmecken!

Kosten pro Person:
- mit Preisen vom 9.09.2013 und mit selbst gesammelten Schwammerl: ca. 1,01 €

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